Syversten Web-Anwendung für Wohnungskauf

Über das Projekt

Projektübersicht

Syversten ist eine hybride Immobilienplattform, die Wohnungssuche mit KI-gestützter Innenraumvisualisierung kombiniert. Käufer können verfügbare Objekte durchsuchen und direkt im Inserat sehen, wie eine Wohnung nach Renovierung aussehen könnte — mit unterschiedlichen Grundrissen, Materialien, Möbeln und Lichtstimmungen, ohne die Seite zu verlassen. Entwickelt für einen norwegischen Auftraggeber, der die Lücke zwischen sachlicher Immobiliensuche und der emotionalen Entscheidung schließen wollte, sich ein Leben in einer bestimmten Wohnung vorzustellen.

  • Dauer 3-4 Monate
  • Ort Remote (Kunde in Norwegen)
  • Bereich PropTech / Immobilien

Unsere Vorgehensweise

Wir starteten mit einer Discovery-Phase, in der wir zwei sehr unterschiedliche Nutzer-Mentalitäten innerhalb eines Produkts verstehen mussten — den unverbindlich stöbernden Interessenten und den engagierten Käufer, der bereits Renovierungsideen durchspielt. Unser UX-Team erfasste beide Flows zunächst getrennt und gestaltete erst danach die Übergänge dazwischen, während unsere Frontend-Entwickler parallel die KI-Visualisierungsschicht prototypten, um die technische Machbarkeit früh abzusichern. Das Team arbeitete in wöchentlichen Sprints mit direkter Kundenkommunikation und iterierte anhand realer Nutzungsszenarien statt Annahmen.

Aufgabe

Die meisten Immobilienportale enden beim Inserat — Fotos, Grundriss, Kontaktbutton. Aber Käufer entscheiden nicht aufgrund von Fotos. Sie entscheiden, weil sie sich vorstellen können, wie sich ein Raum anfühlt, wenn sie darin leben. Die Aufgabe bestand darin, eine Oberfläche zu entwerfen, die beides leistet, ohne überfordernd zu wirken: schnelle Suche für Nutzer in der Orientierungsphase und ein kreatives KI-Visualisierungswerkzeug für Nutzer, die sich bereits in einer konkreten Wohnung sehen.

Ergebnis

Wir lieferten ein vollständiges UX/UI-System sowie die Frontend-Implementierung, aufgebaut um zwei nahtlos verbundene Modi. Der Such-Modus bleibt aufgeräumt und vertraut — Nutzer filtern, vergleichen und merken sich Wohnungen ohne Reibung. Sobald ein Inserat geöffnet wird, aktiviert sich die KI-Visualisierungsebene: Materialien lassen sich austauschen, möblierte Varianten generieren, Beleuchtung in Echtzeit anpassen. Insgesamt entstanden rund 20 Screens, die den vollständigen Weg von der Suche über die Visualisierung bis zur Anfrage abdecken.

Bereit, Ihre PropTech-Plattform zu entwickeln?

Landing Page Übersicht

Die Landing Page kommuniziert den hybriden Ansatz von Syversten innerhalb des ersten Scrolls — klare Wertaussage, kurze Demo der KI-Visualisierung in Aktion und ein nahtloser Übergang in den Such-Flow. Wir haben bewusst auf die üblichen PropTech-Klischees mit generischen Stadtsilhouetten verzichtet und stattdessen echte Wohnungs-Renderings verwendet, die mit der Plattform selbst erzeugt wurden — was das zentrale Versprechen des Produkts direkt einlöst.

App-Übersicht

In der App ist die Erfahrung um zwei bewusst getrennte Modi organisiert. Der Such-Modus verhält sich wie ein vertrauter Immobilienmarktplatz — Filter, Kartenansicht, Merkliste. Der Visualisierungs-Modus öffnet sich direkt aus jedem Inserat und ermöglicht das Experimentieren mit dem Raum: verschiedene Einrichtungsstile, Möbel-Konfigurationen und Renovierungsszenarien, KI-gestützt. Der Übergang zwischen den Modi wirkt wie der natürliche nächste Schritt, nicht wie ein separates Tool — und genau das macht den hybriden Ansatz für Käufer im Alltag funktional, statt nur in Pitch-Decks gut zu klingen.

KI-Integration als UX-Entscheidung

Die größte UX-Herausforderung in einem Produkt mit KI-Komponente liegt selten in der KI selbst, sondern darin, dem Nutzer Vertrauen zu vermitteln, ohne den Prozess zu mystifizieren. Bei Syversten haben wir die KI bewusst als sichtbares Werkzeug gestaltet, nicht als Magie hinter einer Blackbox. Nutzer sehen, welche Eingaben das System verwendet — Raumdimensionen, Stilpräferenzen, Materialwahl — und können jeden Vorschlag direkt anpassen. Diese Transparenz war wichtiger als jede algorithmische Optimierung: Sie macht aus einem skeptischen Käufer einen aktiven Mitgestalter, der das Ergebnis formt, statt es nur zu akzeptieren.

Zwei Zielgruppen, eine Oberfläche

Syversten musste für zwei sehr unterschiedliche Nutzergruppen funktionieren — Privatkäufer, die zum ersten Mal eine Wohnung visualisieren, und professionelle Innenarchitekten, die schnell mehrere Varianten durchspielen wollen. Statt zwei separate Modi zu bauen oder die Oberfläche mit Optionen zu überladen, haben wir progressive Komplexität gewählt: einfache Werkzeuge sind sofort sichtbar, fortgeschrittene Funktionen erscheinen erst, wenn der Nutzer signalisiert, dass er sie braucht. Anfänger werden dadurch nie überfordert, und Profis werden nie durch Trainingsräder-UI ausgebremst.

Performance als Designkonstante

Echtzeit-Visualisierung im Browser stellt harte Anforderungen — jede Verzögerung von mehr als zwei Sekunden zerstört das Gefühl, dass man tatsächlich mit dem Raum interagiert. Performance war in diesem Projekt keine technische Nebenkategorie, sondern eine Designentscheidung, die sich durch jeden Screen zog: wir reduzierten gleichzeitig sichtbare Optionen, optimierten Asset-Loading nach dem, was der Nutzer tatsächlich anschaute, und gestalteten Übergänge so, dass sie wahrgenommene Wartezeit verkürzten, statt sie zu kaschieren. Geschwindigkeit wurde Teil der Designsprache, nicht nur eine technische Kennzahl.

Ausgewählte Projekte

Mobile Anwendung für Vokabelaufbau

Mobile Anwendung für Vokabelaufbau

SAAS-Plattform für Startup-Accelerator

SAAS-Plattform für Startup-Accelerator

Mobile App für Team-Event-Erstellung & Teilnahme

Mobile App für Team-Event-Erstellung & Teilnahme